Jazz – Geschichte und Persönlichkeiten der afro-amerikanischen Musik (Grundlagen)

Portrait of Charlie Parker, Tommy Potter, and Max Roach, Three Deuces, New York, N.Y., ca. Aug. 1947
Foto: William P. Gottlieb/Ira and Leonore S. Gershwin Fund Collection, Music Division, Library of Congress

Warum ein Kurs über Jazz für Sie?

Thomas Geese: „Erstens, weil ich Lust dazu habe und meine Begeisterung mit anderen teilen möchte. Zweitens, weil ich denke, dass es trotz heute unzähliger medialer Möglichkeiten, wenig Gelegenheiten gibt, sich mit dieser Musik zusammen mit anderen Interessierten strukturiert auseinanderzusetzen.“

Die Idee ist, in Vortrag, Dialog und mit Musikbeispielen die vielfältigen Spielformen der afro-amerikanischen Musik vom Anfang bis heute kennenzulernen – und dazu in einer „praktischen“ Stunde die Arbeit einer Jazzband demonstriert zu bekommen. In der letzten Einheit des Kurses besuchen Sie ein Konzert mit professionellen Künstlern.

Der Kurs richtet sich an Menschen wie Sie, die eine Sympathie für den Jazz bei sich entdeckt haben und nun mehr über seine Geschichte, seine Stile und Leitfiguren erfahren möchten.

Die Inhalte des Kurses:

1. Mi., 04.11.21, 17.30 – 20.00 Uhr: Wurzeln des Jazz, Klassischer Jazz

Sie lernen die wesentlichen Elemente des Jazz (Tonbildung, Improvisation, Blues, Rhythmus, swing, Groove) und seine frühen Stile kennen (Ragtime, New Orleans, Chicago).

Als Persönlichkeit wird Louis Armstrong im Mittelpunkt stehen.

Hörbeispiele: Scott Joplin, Jelly Roll Morton, Original Dixieland Band, Bessie Smith, Louis Armstrong

2. Mi., 11.11.21, 17.30 – 20.00 Uhr: Könige und andere Adlige des Swing

Jazz wird als „Swing“ zur populären Musik. Sie werden vertraut mit der großen Zeit der Big Bands, berühmter Orchesterleiter, großer Solisten und SängerInnen.

Im Mittelpunkt: Duke Ellington

Hörbeispiele: Benny Goodman, Glenn Miller, Count Basie, Lionel Hampton, Coleman Hawkins, Lester Young, Django Reinhardt, Billie Holiday

3. Mi., 18.11.21, 17.30 – 20.00 Uhr: Revolution: Bebop!

Sie erforschen den damals revolutionären Schritt in den Bebop und seine Ausformungen in Combo-Jazz, Bop-Big-Bands, Afro-Cuban. Der Jazz verliert seinen Charakter als Tanzmusik.

Im Mittelpunkt: Charlie „Bird“ Parker

Hörbeispiele: Dexter Gordon, Dizzy Gillespie, Thelonious Monk, Bud Powell, Woody Herman, Ella Fitzgerald

4. Mi., 25.11.21, 17.30 – 20.00 Uhr: Cool, West-Coast, Hard Bop, Soul-Jazz, Mainstream

Sie beschäftigen sich mit den Strömungen der 50er Jahre. Sie lernen die Reaktionen auf den hitzigen Bop kennen: Jazz an der Westküste, Hard Bop, Soul-Jazz und den Mainstream, der bis heute beständig fließt.

Im Mittelpunkt: Miles Davis

Hörbeispiele: Mulligan/Baker, Dave Brubeck, Art Pepper, Lennie Tristano, Max Roach/Clifford Brown, Art Blakey`s Jazz Messengers, Jimmy Smith, Oscar Peterson, Lambert, Hendricks & Ross

5. Mi., 01.12.21, 18.00 – 20.00 Uhr: Praxis – Besuch einer Probe

Sie besuchen die Probe einer Amateur-Combo (die Mainstream-Jazz spielt), dabei lernen Sie die unterschiedlichen Aufgaben der Instrumente kennen. In einer Art Workshop werden verschiedenartige Stücke gespielt und gemeinsam analysiert.

6. Mi., 08.12.21, 17.30 – 20.00 Uhr: Freedom Now (Free Jazz, Avantgarde – aber auch der Bossa Nova-Hype)

Sie erfahren, wie sich der Jazz in die Abstraktion bewegt und sich von Harmonien, festen Formen und einem Grundbeat verabschiedet. Gleichzeitig entsteht mit dem Aufkommen der „Bossa Nova“ eine neue Variante des melodischen Jazz.

Im Mittelpunkt: John Coltrane

Hörbeispiele: Stan Getz, Charles Mingus, Cecil Taylor, Ornette Coleman, Eric Dolphy, Albert Ayler

7. Mi., 15.12.21, 17.30 – 20.00 Uhr: Fusion, Bebop-Revival, Eklektizismus (Post-Modern)

Sie entdecken die heutige Vielfalt des Jazz, beginnend mit der Verschmelzung von Rock und Jazz, dem Revival des Bebop und dem heutigen Eklektizismus im Jazz. Der Jazz verbindet sich mit den Musiken der Welt. Der europäische Jazz bekommt ein eigenes Gesicht.

Hörbeispiele: Miles Davis, Weather Report, Herbie Hancock, Return to Forever, Woody Shaw, Wynton Marsalis, Keith Jarrett, US3, Albert Mangelsdorff, Richard Galliano, Nils Wogram

Fakultativ: Konzertbesuch

Wenn es planbar ist, besuchen Sie ein von der Initiative Jazz Braunschweig organisiertes Konzert. Genaueres kann zurzeit noch nicht gesagt werden.

2 Antworten auf „Jazz – Geschichte und Persönlichkeiten der afro-amerikanischen Musik (Grundlagen)“

  1. Hello cat,
    ich rege hiermit mal einen neuen Beitrag an. Ich wünsche mir einen Artikel über die „Großen“ der Jazz-Gitarre. Das Motto sollte sein: Du darfst 10 Platten Deiner Gitarren-Helden mit auf die besagte Jazz-Insel nehmen.
    Welche sind das ?

    Jazzgruß „keep swinging“

    Die andere Katze.

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